Texas Hold’em Poker – beliebtestes Pokerspiel
- Spieler
- 2–10
- Blatt
- 52 Karten

Texas Hold'em ist die bekannteste Pokervariante und die, die in Turnieren und im Fernsehen gespielt wird. Es wird mit 52 Karten gespielt und ist für 2 bis 10 Spieler ausgelegt. Jede Person hält zwei verdeckte Karten, fünf Gemeinschaftskarten liegen offen in der Mitte, und die beste Hand aus fünf dieser sieben Karten gewinnt.
Dass gerade diese Variante bekannt wurde, hat einen praktischen Grund: weil fünf Karten offen für alle liegen, kann jemand von außen mitverfolgen, worum gespielt wird. Für die Person am Tisch heißt dasselbe, dass sie den größten Teil ihrer Hand auch bei allen anderen sieht.
1. Der Ablauf einer Hand
- Blinds. Zwei Personen setzen vor dem Geben, damit in jeder Hand etwas zu gewinnen ist. Die Position wandert nach jeder Hand weiter.
- Preflop. Jede Person erhält zwei verdeckte Karten. Danach wird zum ersten Mal gesetzt.
- Flop. Drei Gemeinschaftskarten werden gleichzeitig aufgedeckt, es folgt die zweite Setzrunde.
- Turn. Die vierte Gemeinschaftskarte, dritte Setzrunde.
- River. Die fünfte Gemeinschaftskarte, letzte Setzrunde.
- Showdown. Wer noch dabei ist, deckt auf. Gebildet wird die beste Hand aus fünf der sieben verfügbaren Karten.
Eine Hand endet auch früher, sobald alle außer einer Person aussteigen. Genau das ist der Normalfall: die meisten Hände kommen nicht zum Showdown.
2. Die Rangfolge der Hände
| Hand | Beispiel |
|---|---|
| Royal Flush | Zehn bis Ass in einer Farbe |
| Straight Flush | fünf aufeinanderfolgende Karten einer Farbe |
| Vierling | vier gleiche Werte |
| Full House | ein Drilling und ein Paar |
| Flush | fünf Karten einer Farbe |
| Straße | fünf aufeinanderfolgende Karten |
| Drilling | drei gleiche Werte |
| Zwei Paare | zwei mal zwei gleiche Werte |
| Ein Paar | zwei gleiche Werte |
| Höchste Karte | nichts davon |
Die Reihenfolge ist nicht gesetzt, sondern folgt der Häufigkeit: was seltener vorkommt, schlägt das Häufigere. Nachrechnen lässt sich das mit dem Wahrscheinlichkeitsrechner.
3. Position ist der zweite Faktor neben den Karten
Wer spät an der Reihe ist, hat gesehen, was die anderen tun, und entscheidet mit mehr Information. Dieselben zwei Karten sind in späterer Position deshalb mehr wert. Am Heimtisch wird das regelmäßig unterschätzt, weil die Aufmerksamkeit an den Karten hängt und nicht an der Reihenfolge.
Der häufigste Anfängerfehler folgt daraus: zu viele Hände zu spielen. Wer jede Runde mitgeht, zahlt für Karten, die selten gewinnen. Aussteigen kostet nichts außer dem, was schon im Pot liegt.
4. Was sich beeinflussen lässt
Die Karten sind Zufall, die Entscheidungen nicht: wann man aussteigt, wie viel man setzt, in welcher Position man spielt. Über eine einzelne Hand entscheidet der Zufall mit, über viele Hände verschiebt sich das Gewicht zur Entscheidung, ohne dass er verschwindet. Eine ausführlichere Einordnung steht unter Pokern: Glücksspiel oder Strategie und unter Glück und Zufall in Kartenspielen.
Für den Tisch zu Hause folgt daraus dieselbe Regel wie bei allen Spielen dieser Familie: gespielt wird um Streichhölzer oder Striche auf einem Zettel. Sobald es um Geldbeträge geht, ist es Glücksspiel. Was dabei rechtlich gilt, steht in der Rubrik Casino und Glücksspiel.
5. Die häufigsten Regelfehler
Nur die eigenen zwei Karten zählen. Die Hand besteht aus fünf der sieben Karten; die Gemeinschaftskarten gehören allen.
Eine Straße über das Ass hinaus bilden. Das Ass schließt oben ab oder eröffnet unten, aber König, Ass, Zwei ist keine Straße.
Beim Showdown die Karten wegwerfen. Wer nicht aufdeckt, verliert den Pot, auch mit der besten Hand.
Die Blinds vergessen weiterzugeben. Sie wandern nach jeder Hand, sonst zahlt dieselbe Person dauerhaft.
6. Häufige Fragen
Wie viele Karten braucht man für Texas Hold'em?
Ein französisches Blatt mit 52 Karten, ohne Joker. Zwei verdeckte Karten je Person, fünf Gemeinschaftskarten in der Mitte.
Wie viele Personen können mitspielen?
Zwei bis zehn an einem Tisch. Zu zweit, im Heads-up, werden deutlich schwächere Hände gespielt, weil jede Runde eine Entscheidung gegen genau einen Gegner ist.
Was sind Flop, Turn und River?
Die Gemeinschaftskarten: drei auf einmal beim Flop, danach je eine beim Turn und beim River. Nach jeder wird gesetzt.
Was ist die beste Starthand?
Zwei Asse. Danach folgen zwei Könige und zwei Damen. Entscheidend ist aber nicht die Starthand allein, sondern was die Gemeinschaftskarten daraus machen.
Wie viele Karten bilden die endgültige Hand?
Genau fünf, ausgewählt aus den sieben verfügbaren. Es ist erlaubt, beide, eine oder keine der eigenen verdeckten Karten zu benutzen.