Skat – Perfekt für einen Abend zu dritt
- Spieler
- 3
- Blatt
- 32 Karten

Skat ist das anspruchsvollste deutsche Kartenspiel und das einzige mit einem eigenen Regelwerk, das bundesweit verbindlich ist. Es wird mit 32 Karten gespielt und ist für 3 Spieler ausgelegt. Eine Person spielt gegen die beiden anderen und braucht mehr als die Hälfte der 120 Kartenpunkte.
Vor jedem Spiel steht das Reizen: es wird geboten, wer spielen darf, und das Gebot bestimmt gleichzeitig, was das Spiel wert ist. Dieses Vorspiel ist der Grund, warum Skat länger zu lernen braucht als jedes andere Stichspiel mit 32 Karten.
1. Die Kartenwerte
| Karte | Punkte |
|---|---|
| Ass | 11 |
| Zehn | 10 |
| König | 4 |
| Dame | 3 |
| Bube | 2 |
| Neun, Acht, Sieben | 0 |
120 Punkte liegen im Blatt, 61 genügen der spielenden Person zum Sieg. Die Zehn steht zwischen König und Ass und ist damit die zweitwertvollste Karte: wer sie in einen unsicheren Stich gibt, verschenkt zehn Punkte.
2. Geben, Reizen, Spielen
- Geben. Jede Person erhält zehn Karten, zwei bleiben verdeckt als Skat liegen.
- Reizen. Es wird geboten, bis nur eine Person übrig ist. Sie ist die Alleinspielerin oder der Alleinspieler und bestimmt das Spiel.
- Skat aufnehmen oder Hand spielen. Die beiden Karten dürfen aufgenommen werden, dann müssen zwei andere abgelegt werden. Wer darauf verzichtet, spielt ein Handspiel, das mehr zählt.
- Spielen. Zehn Stiche, bedient wird die ausgespielte Farbe, Trumpf sticht.
- Zählen. Die Punkte in den eigenen Stichen plus die im Skat abgelegten Karten entscheiden.
3. Die drei Spielarten
Farbspiel. Eine Farbe wird zum Trumpf, dazu sind alle vier Buben Trumpf. Die Reihenfolge der Buben ist Kreuz, Pik, Herz, Karo, und sie stehen über allen Karten der Trumpffarbe.
Grand. Nur die vier Buben sind Trumpf, alles andere ist Farbe. Das ist die wertvollste Spielart und die, bei der Asse und Zehnen am meisten zählen.
Null. Umgekehrtes Ziel: es darf kein einziger Stich gemacht werden. Trumpf gibt es nicht, und die Kartenreihenfolge ändert sich, weil die Zehn zwischen Neun und Bube einsortiert wird.
4. Was ein Spiel wert ist
Der Spielwert ergibt sich aus einem Grundwert je Spielart, multipliziert mit den sogenannten Spitzen, also der ununterbrochenen Reihe der Buben ab Kreuz-Bube. Dazu kommen Zuschläge für Hand, Schneider und Schwarz. Wer beim Reizen ein Gebot abgibt, muss diesen Wert nach dem Spiel auch erreichen, sonst wird das Spiel verloren gewertet, selbst wenn genug Punkte im Stich lagen.
Für den Anfang genügt zu wissen: Kreuz-Bube auf der Hand erlaubt ein höheres Gebot, und mehr Trumpfkarten machen das Spiel sicherer als hohe Fehlfarben.
5. Drei Entscheidungen, die zählen
Nicht über das eigene Blatt hinaus reizen. Ein verlorenes Spiel kostet doppelt. Wer unsicher ist, lässt die anderen bieten und spielt als Gegenpartei mit.
Die Zehn schützen. Zehn Punkte in einer Karte, die nur das Ass schlägt: sie gehört in einen Stich, den man sicher gewinnt, oder gar nicht ins Spiel.
Trumpf ziehen, wenn man Alleinspieler ist. Wer die gegnerischen Trumpfkarten früh herauszieht, verhindert, dass die eigenen Asse in Fehlfarben später gestochen werden.
6. Die häufigsten Regelfehler
Die Buben nach Farbe ordnen. Sie sind immer Trumpf und stehen über der Trumpffarbe, in der Reihenfolge Kreuz, Pik, Herz, Karo.
Den Skat vergessen. Die beiden abgelegten Karten zählen für die spielende Person mit.
Bei 60 zu 60 gewinnen. Die spielende Person braucht 61 Punkte.
Beim Null die Zehn hoch einordnen. Im Nullspiel liegt die Zehn zwischen Neun und Bube.
7. Häufige Fragen
Wie viele Karten braucht man für Skat?
32 Karten, also ein Skatblatt von Sieben bis Ass. Jede der drei Personen erhält zehn Karten, zwei bilden den Skat.
Wie viele Punkte braucht man zum Sieg?
61 von 120 Punkten. Unter 30 Punkten ist die Gegenpartei Schneider, ohne Stich schwarz, und beides erhöht den Wert des Spiels.
Was ist der Skat?
Die zwei Karten, die beim Geben verdeckt liegen bleiben. Die spielende Person darf sie aufnehmen und zwei andere ablegen; deren Punkte zählen für sie mit.
Kann man Skat zu viert spielen?
Ja, dann setzt die gebende Person aus. Für vier Personen, die alle spielen wollen, ist Doppelkopf die passende Wahl, für zwei Bauernskat.
Was ist ein Grand?
Ein Spiel, in dem nur die vier Buben Trumpf sind. Es zählt am meisten, weil ohne Trumpffarbe die Asse und Zehnen der Fehlfarben entscheiden. Warum solche Spiele so lange fesseln, beschreibt dieser Beitrag.