Bauernskat – Skatvariante für zwei Spieler

Bauernskat ist Skat für zwei Spieler

Bauernskat ist gemeinhin auch als Offizierskat oder Kutscherskat bekannt. Als Skat für zwei Personen wurde es zu früherer Zeit oft von den Kutschern gespielt, während sie auf die feinen Herrschaften warteten. Dazu legten sie die Karten ganz einfach auf den Bock und vertrieben sich so ihre Zeit. Noch heute wird Bauernskat gerne gespielt, denn es lässt sich vor allem unterwegs wunderbar legen. Dazu sind lediglich 32 Karten notwendig. Diese stammen in der Regel vom französischen Blatt. Wie beim klassischen Skat geht es auch hier darum, Stiche zu sammeln und damit eine möglichst gute Punktzahl zu erzielen. Allerdings liegen die meisten Karten dabei offen was es nötig macht, die Karten des Gegners ebenfalls genau zu studieren und sich eine Strategie zurecht zulegen.

Mit Skat für zwei Spieler schnell dabei

Zunächst werden die Siebener und Achter aussortiert und danach die Spielkarten gemischt. Nun erhält jeder Spieler jeweils 16 Karten und zwar in folgender Reihenfolge: Als erstes vier Karten eine Reihe verdeckt ausgelegt für jeden Spieler, danach noch eine Reihe von vier verdeckten Karten für jeden. Anschließend kommen auf die verdeckten Karten jeweils offene Karten. Zum Schluss entstehen für jeden Spieler zwei Reihen zu jeweils acht Karten, von denen die Hälfte aufgedeckt ist.

Der Spieler der nicht gegeben hat beginnt das Spiel. Er muss sich zunächst eine Spielstrategie überlegen und die Trumpffarbe festlegen. Jetzt beginnt er mit dem Ausspielen einer offenen Karte. Der Gegenspieler muss nach Möglichkeit bedienen. Kann er dies nicht, kann er eine beliebige Karte abwerfen oder eine Trumpfkarte spielen und den Sticht für sich entscheiden. In dieser Hinsicht ist Bauernskat denselben Regeln unterworfen wie klassisches Skat.

Bauernskat in all seiner Vielfalt

Nun allerdings kommt der größte Unterschied bei diesem Stichspiel. Sobald ein Spieler seine offene Karte ausgespielt hat, muss er die darunter verdeckt liegende Karte umdrehen. So werden nach und nach alle Karten sichtbar. Sobald ein Spieler einen Stich gemacht hat, darf er eine neue Karte ausspielen. Das Spiel endet, wenn alle Karten ausgelegt sind. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt bei Bauernskat die Runde. Diese sollte 61 oder mehr betragen. Der Verlierer mischt die Karten erneut und das Spiel beginnt von vorn.

Variante Harlekinskat

Wem diese einfache Spielvariante nicht spannend genug ist, der kann es mit einer der zahlreichen Varianten versuchen. Eine davon ist das Kartenspiel Harlekinskat. Dabei wird die Hälfte der Karten offen ausgelegt. Die andere Hälfte der Karten allerdings auf die Hand genommen. Auf diese Weise liegen nicht nur die eigenen Karten zur Hälfte offen, man kennt auch gleichzeitig die Hälfte der gegnerischen Karten. Der Vorteil ist, dass eben Teile des eigenen Blatts vor dem Gegner geheim bleiben und das Spiel viel weniger Platz benötigt als normales Bauernskat, auch als Skat für 2 bezeichnet. Hierbei dürfen die Mitspieler auch reizen. Das entspricht dem Admiralsskat.

Variante Aufgelegter Schafskopf

Eine weitere Variante ist der Aufgelegte Schafkopf. Hierbei sind Damen und Buben Trumpf. Beim Aufgelegten Schafkopf kommt ein bayrisches Blatt auf den Tisch. Der Sieger als solches wird nicht ermittelt, hier steht der Spielspaß im Vordergrund. Wer sich für diese Art des Bauernskats entscheidet, der ist meist Schafkopfspieler und sehnt sich nach etwas Abwechslung.