Schwarzer Peter – sprichwörtliches Kartenspiel

Schwarzer Peter als Kartenspiel von Ravensburger

Schwarzer Peter ist ein bekanntes Kinderspiel, dass seinen Ursprung allerdings in den Trinkspielen der Erwachsenen hat. Der Name Schwarzer Peter geht der Legende nach zurück auf den Räuber Johann Peter Petri, einem Kumpel des Schinderhannes. Der soll das Spiel erfunden haben, während er im Gefängnis saß und zwar um 1811. Man sagt sich allerdings, dass das Kartenspiel wesentlich älter ist und schon zu früheren Zeiten in Schänken gespielt wurde um herauszufinden wer die Zeche zu bezahlen hat. Auch in England gibt es das Spiel. Dort hört es auf den Namen Old Maid, die alte Jungfer als Pendant zu Schwarzer Peter. In Frankreich ist es ein alter Knabe, der „Vieux garçon“. Derjenige jedenfalls, der sich diesen verdient gemacht hat, geht als Verlierer aus dem Glücksspiel hervor und das kann teuer werden.

Paare finden, den schwarzen Peter binden

Theoretisch lässt sich das Spiel mit jeder beliebigen Kartenform spielen. Es gilt lediglich festzulegen, welche Karte der Schwarze Peter ist. Ein Joker eignet sich hierfür natürlich am besten.

In der beliebten Ausführung für Kinder ist der Schwarze Peter einfach eine Karte, auf die eine schwarze Spielfigur gemalt ist. Alle übrigen Karten sind eine bunt gemischte Bildervielfalt, jeweils zu einem Paar. Die Paare gilt es zu finden und sie dann gemeinsam auszulegen.

Passende Symbole sind in den Bildecken entsprechend aufgemalt. Zunächst legen also alle Mitspieler die Paare aus, die sie bereits auf der Hand haben. Dann geht es Reihe um. Ein Spieler zieht eine Karte von der Hand seines Mitspielers. Dabei hofft er, nicht den schwarzen Peter zu erwischen. Zieht er eine Bilderkarte und hat das passende Pendant dazu auf der Hand, kann er auslegen. Passt die Karte zu keiner auf seiner Hand, muss er sie behalten und auf die nächste Runde hoffen. Wenn sich der schwarze Peter auf der Hand befindet darf der Spieler keine Miene verziehen. Schließlich möchte er ja, dass der Gegner den schwarzen Peter zieht und das Pech damit an ihm vorbei wandert.

Schwarzer Peter zahlt die Zeche

Das Spiel geht so lange, bis alle Paar-Karten ausgelegt sind und einer den Schwarzen Peter in Händen behält. Der hat dann das Spiel verloren und muss für die nächste Runde die Karten mischen und neu verteilen. Findet sich eine gemeine Spielrunde Schwarzer Peter zusammen, so kann der Verlierer auch mit anderen Ritualen bestraft werden. Man malt ihm dann zum Beispiel einen schwarzen Punkt auf die Stirn oder die Nase und macht ihn so auch optisch zum Schwarzen Peter.

Je mehr Spieler an einer Spielrunde beteiligt sind, desto mehr Karten braucht es im Spiel. Jeder sollte zumindest acht bis zwölf Karten auf der Hand halten. Ansonsten ist es notwendig, zwei Spiele zu verwenden, denn es gibt keine Höchstgrenze, was die Menge der Spieler angeht. Es müssen mindestens zwei sein, es können aber auch zehn oder mehr Mitspieler gemeinsam um den Sieg spielen. Aufgrund der einfachen Spielregeln und der bunten Karten finden sich schon junge Kinder spielend leicht ein und können gemeinsam den schwarzen Peter suchen. Doch auch Erwachsene haben immer noch Freude an dem Spiel, wenngleich es bei ihnen weniger darum geht, sich einen schwarzen Punkt auf die Nase zu malen, als vielmehr darum, zum Beispiel die Trinkrunde zu bezahlen oder die Freunde zum Essen einzuladen. Je kreativer die Bestrafung ist, desto spannender ist das Schwarzer-Peter-Spiel.

Foto: Kinderspiel Schwarzer Peter von Ravensburger

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