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Flip 7: Regeln, Bust-Risiko und Punktewertung

Spieler
ab 3
Blatt
94 Karten
Alter
ab 8 Jahren

Flip 7 ist ein Spiel über eine einzige Frage: noch eine Karte oder aufhören. Eric Olsen hat es 2024 bei The Op Games veröffentlicht, die deutsche Ausgabe erschien 2025 bei Kosmos. Vor jeder Person liegen die aufgedeckten Zahlenkarten der laufenden Runde, und solange keine Zahl doppelt auftaucht, wächst die Summe. Wiederholt sich eine Zahl, ist die Runde für diese Person vorbei und zählt null. Der Zwang, freiwillig aufzuhören, obwohl es gut läuft, trägt das ganze Spiel.

1. Das Blatt: 94 Karten mit ungleicher Verteilung

Der Stapel enthält 94 Karten: 79 Zahlenkarten mit den Werten 1 bis 12 und einer 0, dazu neun Aktionskarten und sechs Bonuskarten. Entscheidend ist, dass die Zahlenkarten nach ihrem eigenen Wert verteilt sind, es gibt also viele hohe und wenige niedrige. Eine 12 liegt zwölfmal im Stapel, eine 1 nur einmal.

Daraus folgt die ganze Risikorechnung: hohe Karten bringen viele Punkte, sind aber genau deshalb auch die wahrscheinlichsten Doppelgänger. Wer schon eine 11 und eine 12 vor sich hat, spielt gegen 23 Karten, die ihn sofort aus der Runde werfen. Wer die 1 und die 2 vor sich hat, kann fast bedenkenlos weiterziehen und sammelt dabei fast nichts.

Eine Auslage aus fünf verschiedenen Zahlenkarten und eine sechste Karte, die eine bereits liegende Zahl wiederholt und die Runde platzen lässt. 12 9 7 4 2 34 Punkte auf dem Tisch, fünf verschiedene Zahlen. Zwei weitere, und die Runde endet mit 15 Bonuspunkten. 9 Bust Die Neun liegt schon. Runde vorbei, 0 Punkte.

Die Auslage einer Person während der Runde. Jede weitere Karte ist ein Angebot auf mehr Punkte und ein Risiko auf null.

2. Der Ablauf

Gespielt wird ab drei Personen, empfohlen ab acht Jahren. Reihum wird jede Person gefragt, ob sie eine weitere Karte möchte. Wer zustimmt, bekommt die nächste Karte offen vor sich gelegt. Wer ablehnt, steigt für diese Runde aus und sichert damit die bereits liegende Summe. Ausgestiegen ist ausgestiegen: man kann nicht später doch noch eine Karte nehmen.

Die Runde endet, wenn alle ausgestiegen oder ausgeschieden sind, oder sofort, sobald eine Person sieben verschiedene Zahlenkarten vor sich hat. Dieser Abschluss ist das Ziel, dem das Spiel seinen Namen verdankt, und er bringt 15 Bonuspunkte zusätzlich zur Summe der Karten.

3. Aktions- und Bonuskarten

Neben den Zahlen liegen neun Aktionskarten im Stapel. Second Chance fängt einen einzigen Doppelgänger ab, die Karte wird dabei verbraucht. Flip Three zwingt drei weitere Karten aufzudecken, ohne Wahl dazwischen, was eine gute Auslage in einem Zug beenden kann. Freeze beendet die Runde für eine Person sofort, sichert ihr aber die Punkte. Die sechs Bonuskarten erhöhen am Rundenende die Summe.

Diese Karten verschieben das Spiel von der reinen Wahrscheinlichkeitsrechnung ins Taktische, weil sie auf andere gespielt werden. Ein Freeze auf die Person mit 30 Punkten nimmt ihr die Chance auf die sieben verschiedenen Zahlen, ein Flip Three auf die Person mit sechs verschiedenen Karten ist beinahe ein Todesurteil.

4. Wann man aussteigen sollte

Die Regeln liefern die Entscheidungsgrundlage selbst, weil die Verteilung bekannt ist. Ausschlaggebend ist nicht die Höhe der eigenen Summe, sondern wie viele Karten im Stapel eine der eigenen Zahlen wiederholen. Vier hohe Karten vor sich, etwa 12, 11, 10 und 9, bedeuten 42 Karten im Stapel, die die Runde beenden, also fast die Hälfte aller Zahlenkarten. Dieselben vier Positionen mit 1, 2, 3 und 4 sind nur zehn Karten Risiko, bringen aber gerade zehn Punkte.

Daraus folgt eine unbequeme Regel: die Auslagen, die sich gut anfühlen, sind die gefährlichen, und die sicheren sind es nur, weil sie nichts wert sind. Wer auf die sieben verschiedenen Karten spielt, braucht ohnehin beides, hohe und niedrige Zahlen, und trifft die Entscheidung deshalb meist bei der fünften Karte. Bis dahin ist die Frage, ob man die 15 Bonuspunkte noch erreichen kann; danach zählt nur noch, was auf dem Tisch liegt.

5. Spielende

Gespielt wird über mehrere Runden, bis mindestens eine Person 200 Punkte erreicht. Übertreffen mehrere gleichzeitig diese Grenze, gewinnt die höchste Punktzahl. Anders als bei Skyjo, wo die niedrigste Summe gewinnt, ist hier alles auf Zuwachs ausgelegt.

Wer den Mechanismus mag, sein Glück gegen eine bekannte Verteilung zu strapazieren, findet ihn in klassischer Form bei Black Jack, wo die Grenze bei 21 liegt statt bei der Wiederholung, und bei Knack. Wie hoch das Risiko in einer konkreten Lage wirklich ist, lässt sich mit dem Wahrscheinlichkeitsrechner nachrechnen.

6. Häufige Fragen

Wie viele Karten hat Flip 7?

94 Karten: 79 Zahlenkarten mit den Werten 1 bis 12 plus einer 0, neun Aktionskarten und sechs Bonuskarten.

Warum liegen von der 12 so viele Karten im Stapel?

Weil die Zahlenkarten nach ihrem eigenen Wert verteilt sind: von der 12 gibt es zwölf Karten, von der 1 nur eine. Hohe Zahlen bringen mehr Punkte und sind gleichzeitig das größere Risiko.

Was passiert bei einer doppelten Zahl?

Die Runde ist für diese Person beendet und zählt null Punkte. Eine Second Chance kann genau einen solchen Fall abfangen.

Was bringt „Flip 7“?

Sieben verschiedene Zahlenkarten beenden die Runde sofort und bringen 15 Bonuspunkte zusätzlich zur Summe der ausliegenden Karten.

Ab wie vielen Personen spielt man Flip 7?

Ab drei Personen, empfohlen ab acht Jahren. Nach oben ist die Runde offen, weil alle gleichzeitig ihre eigene Auslage vor sich haben.

Wann ist das Spiel zu Ende?

Sobald mindestens eine Person 200 Punkte erreicht hat. Überschreiten mehrere Personen die Grenze in derselben Runde, gewinnt die höchste Punktzahl.

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