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Stadt Land Vollpfosten: das Kartenspiel und seine Regeln

Spieler
3–6
Alter
ab 12 Jahren

Stadt Land Vollpfosten ist die Kartenspiel-Fassung von Stadt Land Fluss, und der entscheidende Unterschied steckt nicht in den Kategorien, sondern im Buchstaben: er liegt nicht mehr fest, sondern auf der Hand. Herausgegeben wird das Spiel von DENKRIESEN, gespielt wird es von drei bis sechs Personen ab zwölf Jahren, eine Partie dauert rund eine halbe Stunde. Statt Zettel und Stift gibt es 60 Buchstabenkarten.

1. Was im Spiel liegt

Das Material besteht aus 60 Buchstabenkarten und einem Vorrat von rund 200 Kategorien, dazu kommen Aktions- und Jokerkarten. Jede Person nimmt acht Buchstabenkarten auf die Hand. Diese acht Buchstaben sind der ganze Spielstand: sie legen fest, was man in dieser Partie überhaupt antworten kann, und das Ziel ist, sie alle loszuwerden.

Eine Kategorie liegt in der Mitte, acht Buchstabenkarten auf der Hand, und die schnellste passende Antwort legt ihren Buchstaben ab. Kategorie: Etwas im Kühlschrank M B K S T Q Sechs von acht Handkarten. Das Q bleibt oft bis zum Schluss liegen. „Marmelade“ Wer zuerst nennt, legt das M ab.

Der Buchstabe kommt aus der eigenen Hand. Deshalb sucht jede Person eine andere Antwort auf dieselbe Kategorie.

2. Der Ablauf

In jeder Runde wird eine Kategorie aufgedeckt, etwa „etwas im Kühlschrank“ oder eine der deutlich schrägeren Vorgaben, für die die Reihe bekannt ist. Alle spielen gleichzeitig und suchen einen Begriff, der zur Kategorie passt und mit einem Buchstaben beginnt, den sie selbst auf der Hand haben. Wer zuerst eine gültige Antwort nennt, darf die passende Buchstabenkarte ablegen. Gewonnen hat, wer seine Karten zuerst los ist.

Aus dieser Umstellung folgt der eigentliche Unterschied zum Zettelspiel. Bei Stadt Land Fluss suchen alle nach demselben Anfangsbuchstaben, und die Kategorien sind fest. Hier ist es umgekehrt: die Kategorie ist für alle gleich, der Buchstabe individuell. Zwei Personen am selben Tisch spielen deshalb gleichzeitig ein leichtes und ein schweres Spiel, je nachdem, was sie auf der Hand halten.

3. Warum das Spiel schnell bleibt

Weil niemand schreibt. Der langsame Teil von Stadt Land Fluss ist das Notieren und anschließende Vorlesen, und beides fällt weg: es zählt die erste laut genannte Antwort. Damit verschiebt sich das Spiel von der Wortfindung zur Reaktion, ähnlich wie bei Dobble, nur mit Sprache statt mit Symbolen. Aktions- und Jokerkarten unterbrechen diesen Fluss gezielt und sorgen dafür, dass eine Führung nicht bis zum Ende hält.

Die Altersempfehlung ab zwölf Jahren hat weniger mit den Regeln zu tun als mit den Kategorien: viele sind auf Erwachsenenhumor gebaut und setzen Allgemeinwissen voraus, das Kinder noch nicht haben. Für gemischte Familienrunden passen die Titel auf der Übersicht Kartenspiele für Kinder besser, für Runden unter Erwachsenen die Auswahl unter Kartenspiele für Erwachsene.

4. Was am Tisch tatsächlich entscheidet

Die Handkarten sind ungleich schwer, und das ist der taktische Kern. Ein M, ein S oder ein B passt auf fast jede Kategorie, ein Q, ein X oder ein Y auf sehr wenige. Wer die leichten Buchstaben zuerst abwirft, gewinnt die frühen Runden und sitzt am Ende mit genau den Karten da, für die kaum eine Kategorie eine Antwort hergibt. Umgekehrt kostet es Runden, einen schweren Buchstaben zu horten und auf die passende Kategorie zu warten.

Deshalb spielt sich die Partie meist in zwei Phasen. Am Anfang zählt die Reaktionsgeschwindigkeit, weil jede Kategorie für jede Hand mehrere Lösungen hat. Gegen Ende zählt, wer seine schweren Buchstaben früh untergebracht hat, und dort entscheiden dann Ausdauer und Wortschatz statt Tempo. Wer laut mitdenkt, verrät dabei seine Buchstaben, was in großer Runde durchaus ein Nachteil ist.

Praktisch heißt das für die erste Partie: nicht den erstbesten Begriff nennen, sondern den mit dem schwersten Buchstaben, den man in dieser Kategorie unterbringen kann. Diese eine Regel verändert das Spiel mehr als jede Aktionskarte.

5. Der Unterschied zu den anderen Ausgaben

Die Reihe umfasst neben dem Kartenspiel auch ein Brettspiel und mehrere Ausgaben mit eigenen Kategoriensätzen, die sich in Schärfe und Zielgruppe unterscheiden. Am Kern ändert das nichts: acht Buchstaben auf der Hand, eine Kategorie in der Mitte, und die schnellste Antwort zählt. Wer sich für eine Ausgabe entscheidet, entscheidet damit über die Kategorien, nicht über die Regeln.

6. Häufige Fragen

Wie viele Karten hat Stadt Land Vollpfosten – Das Kartenspiel?

60 Buchstabenkarten, dazu rund 200 Kategorien sowie Aktions- und Jokerkarten. Jede Person nimmt acht Buchstabenkarten auf die Hand.

Für wie viele Personen ist es gedacht?

Für drei bis sechs Personen ab zwölf Jahren. Eine Partie dauert etwa 30 Minuten.

Wie gewinnt man?

Indem man alle eigenen Buchstabenkarten loswird. Abgelegt wird eine Karte, wenn man als Erste oder Erster einen passenden Begriff zur aufgedeckten Kategorie nennt.

Was ist der Unterschied zu Stadt Land Fluss?

Der Buchstabe. Beim Zettelspiel gilt für alle derselbe Anfangsbuchstabe und die Kategorien stehen fest; hier ist die Kategorie für alle gleich und der Buchstabe kommt aus der eigenen Hand.

Muss man schreiben?

Nein. Es zählt die erste laut genannte Antwort, deshalb braucht das Spiel weder Zettel noch Stift.

Ist das Spiel für Kinder geeignet?

Die Regeln wären es, die Kategorien sind es oft nicht: die Reihe arbeitet mit Erwachsenenhumor und setzt Allgemeinwissen voraus. Die Empfehlung des Herausgebers lautet ab zwölf Jahren.

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