Kartenspiele: Regeln und Spieletipps rund um das Kartenspiel

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Kartenspiele – jeder von uns kennt sie und beinahe jeder liebt sie.
Es gibt sie in unzähligen Variationen, Kartenspiele werden nie langweilig. Man kann durch ihre Hilfe langweilige Stunden überbrücken, Geld gewinnen (jedoch ebenso gut auch verlieren), sie passen in jede Hosentasche und überhaupt sind Kartenspiele eine grandiose Erfindung.

Welches war eigentlich das erste Kartenspiel das erfunden wurde? Und wie wurde es verbreitet?

Priester im alten Ägypten stellten aus Papyrus einen, aus 52 Karten bestehenden Kalender her, der mit Symbolen bemalt war. Dieser wurde ursprünglich zur Weissagung verwendet jedoch bildeten sich aus diesem Kalender über Jahrhunderte Serien von verschiedenen Weissagungsspielen. Zu dieser Zeit tauchten auch Kartenspiele aus Holz, Leder und Elfenbein auf.

Es ist jedoch ziemlich sicher, dass das Kartenspiel, so wie wir es kennen, seinen Ursprung in Asien (genauer Zentralchina) hat, da man zur Herstellung eines Kartenspiels Papier benötigt und dieses bekanntlich aus China kommt. In späteren Zeiten drangen die Kartenspiele nach Indien durch und wurden auch hier als Mittel zur Wahrsagung verwendet.

Von dort aus wurden sie vom fahrenden Volk nach Europa importiert. Hier hat sich dann eine eigene Kultur des Kartenspielens, mit eigenem Blatt, Regeln, usw. entwickelt. Von Anfang an ist es jedenfalls der integrative und unterhaltende Charakter, der die Menschen in den Bann zieht. Nach und nach verbreiteten sich die beliebten Spielkarten über die ganze Welt.

Spielkarten

Alte Kartenspiele: Das erste Verbot

Nach einiger Zeit kamen die Kartenspiele auch nach Europa. Handelsreisende aus dem Orient hatten die Spielkarten mitgebracht. Aber ausgerechnet ein Spielverbot gilt als erste Dokumentation: Im Jahr 1367 wurde es im schweizerischen Bern erlassen. Als „Gebetbuch des Teufels“ geißelte man damals die Kartenspiele. 1370 wurden Spielkarten in spanischen Reimbüchern erwähnt. So verbreiteten sich die Spielkaten wie ein Lauffeuer. Im Volk fand das Kartenspielen einen riesigen Anklang, dass die Obrigkeit der jeweiligen Länder bald schon darauf aufmerksam wurde. Man versuchte das Kartenspiel zu reglementieren und zu unterdrücken, indem man es mit Einschränkungen und Gesetzen belegte. Eine Zukunft hatten die Verbote nicht und bald entwickelten sich Spielkartenmanufakturen, die das Spiel in alle Bevölkerungsschichten hinein etablierten.

Warum und zu welchen Anlässen wurden Kartenspiele früher und heute gespielt?

Es gibt eigentlich keinen bestimmten Anlass, an dem man Karten spielt. Dies geschieht oft nur als Zeitüberbrückung, da man für die Spiele meist nicht allzu viel Zeit aufwenden muss. Oder man veranstaltet mit Freunden beispielsweise einen netten Pokerabend? Natürlich wird bevorzugt an Anlässen, bei denen die ganze Familie zusammen ist, gespielt, da es ja bekanntlich mit mehreren Leuten mehr Spaß macht zu spielen.

Früher wurde hauptsächlich, wie oben schon erwähnt, zur Weissagung mit Karten „gespielt“. Und man erkannte bald nach der Verbreitung des Kartenspiels, dass man sich mit den Karten nicht bloß die Zeit vertreiben kann, sondern dass diese auch schnell zu einem hervorragenden Instrument werden können, um mit der Spielleidenschaft der Menschen Geld zu machen. Es entstanden unterschiedliche Spielsalons in denen es eine große Vielfalt verschiedenster Kartenspiele zu entdecken gab.

Kartenspiele in Europa: Eigenschaften, Blatt und Spielarten

Jedem Kartenspiel liegt ein Regelwerk zugrunde, wobei es eine Reihe allgemeiner Spieleigenschaften gibt, die (fast) allen Spielen gemeinsam sind. Dazu zählen das Mischen und Abheben der Karten vor dem Spiel, das Spielen mit verdeckten Karten, das Geben einzelner Karten beim Austeilen, wobei der Geber sich zuletzt bedient, und das Spielen im Uhrzeigersinn.

Die meisten Kartenspiele basieren auf dem klassischen Spielblatt mit den vier Farben, wobei sich der Begriff „Farbe“ nicht auf die Farbgebung bezieht, sondern auf die Symbole, die im Blatt vorkommen. Diese vier Symbole sind in Europa nicht einheitlich. Am weitesten verbreitet ist das Französische Blatt mit den vier Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo.

In Deutschland ist das Deutsche Blatt mit den Farben Eichel, Blatt, Herz und Schellen entstanden. Eine weitere Variante ist das Italienisch-Spanische Blatt. Die zweite Eigenschaft einer Karte im Französischen (oder auch Deutschem bzw. Italienisch-Spanischem) Blatt ist der Wert (die Zahlen 1-10 sowie Bube, Dame, König, Ass). Zu den Kartenspielen mit eigenem Blatt zählen beispielsweise Uno, Ligretto oder Skip-Bo.

Die meisten Kartenspiele lassen sich in eine Systematik der Spielarten einteilen. So gibt es beispielsweise Ablegespiele (bspw. Mau-Mau), Stichspiele (bspw. Whist), Augenspiele (bspw. Schnapsen), Sammelspiele (bspw. Canasta), Wettspiele (bspw. Poker) oder auch Anlegespiele (bspw. Patiencen).

Kartenspiel als Spielkartenhaufen

Die Weiterentwicklung der Kartenspiele

Die heute noch verwendeten Tarot-Karten entstanden in Italien, damals nannte man sie Trionfi-Karten. Noch galten regional unterschiedliche Kartensymbole, wobei Schellen, Herz, Blatt und Eichel des deutschen Blatts auch noch heute gelten. Das spanisch-italienische Blatt bestand aus Stab, Münze, Kelch und Schwert und das dominierende französische Blatt aus Karo, Herz, Kreuz und Pik. So wie die Karten in die verschiedenen Länder kamen, entwickelten sich Hunderte von unterschiedlichen Spielen: In Italien entstand Tarocci, der Vorläufer des Tarock. In Deutschland entwickelte sich das Landsknecht-Spiel, aus dem später das Karnöffel entstand und L’hombre breitete sich von Spanien über ganz Europa aus – beide wurden Grundlagen des Skatspiels. So haben alle Kartenspiele ihre Geschichte. Ziemlich jung ist Canasta, das erst 1948 in Argentinien erfunden worden ist.

Was sind die bekanntesten beziehungsweise die beliebtesten Kartenspiele?

Es haben nur wenige Kartenspiele aus dem 18.und 19.Jahrhundert bis in die heutige Zeit geschafft. Eines der heutzutage beliebtesten Kartenspiele stellt Poker in der Variante Texas Hold’em dar. Ebenfalls sehr gern gespielt wird das moderne Gesellschaftsspiel Uno. Dieses Kartenspiel ist speziell auch bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt, da es leicht zu erlernen ist und keinen großen Zeitaufwand verlangt.

Zusätzlich gibt es noch viele, viele weitere sehr bekannte und beliebte Spiele wie beispielsweise Doppelkopf, Knack, Solitär oder Durak. Dazu Mau-Mau und Black Jack (auch als 17 und 4). Moderne Kartenspiele sind Wizard, Hanabi, 6 nimmt, Bohnanza, Sticheln und viele andere Gesellschaftsspiele. Kartenspiele- sie haben uns schon immer auf unserem Lebensweg begleitet und sie werden auch niemals aus der Mode kommen, weil sie einfach Kult sind.

Das Kartenspiel online: vom Stammtisch ins Netz

Gespielt wird heute natürlich nicht nur am Stammtisch im Wirtshaus oder im Familienkreis, sondern auch online. Während der Stammtisch wohl nur in regelmäßigen Intervallen zusammen tritt, liegt der Vorteil des online Kartenspiels darin, dass dem Pool an potentiellen Spielern keine räumlichen Grenzen gesetzt sind. So findet sich zu beinah jeder Zeit ein offener Spieltisch, an dem sich virtuell Platz nehmen lässt.

Solche „virtuellen Spieltische“ finden sich mittlerweile in unterschiedlichen Varianten im Netz wieder. Die professionellste und beste Struktur stellen dabei in der Regel Online-Casinos und Glücksspielportale bereit. Aber auch Browser-Games-Portale bieten sehr gute Umsetzugen. Dort finden sich u. a. zahlreiche populäre Kartenspiele wie Tarot, Mau-Mau, Schnapsen, Skat, Rummy oder Solitaire.