Kartenspiel.org Zufälliges Spiel

Mogeln – durch Schummeln zum Sieg

Spieler
3–8
Blatt
52 Karten
Kartenspiel Mogeln

Mogeln ist das Kartenspiel, bei dem Lügen zur Regel gehört. Bekannt ist es auch als Schummeln oder Schummellieschen. Es wird mit 52 Karten gespielt und ist für 3 bis 8 Spieler ausgelegt. Ziel ist die leere Hand, und der Weg dorthin führt über Karten, die verdeckt abgelegt und dabei falsch angesagt werden.

Der Reiz liegt nicht im Blatt, sondern am Tisch. Wer nie mogelt, kommt nicht durch, weil die passenden Karten fehlen; wer zu oft mogelt, wird erwischt und nimmt den ganzen Stapel auf. Zwischen diesen beiden Fehlern liegt das Spiel.

1. Das Ziel und der Grundzug

Alle Karten werden ausgeteilt, ohne Rest. Gespielt wird in der Reihenfolge der Kartenwerte: die erste Person legt eine oder mehrere Asse verdeckt ab und sagt es an, die nächste legt Zweien, dann Dreien, und so weiter bis zum König, danach beginnt die Reihe erneut beim Ass.

Verdeckt heißt: niemand sieht, was wirklich abgelegt wurde. Die Ansage muss zur Reihe passen, die Karte nicht. Wer keine passende Karte hat, legt eine andere und behauptet das Passende.

2. Der Ablauf

  1. Ablegen und ansagen. Ein bis vier Karten werden verdeckt auf den Stapel gelegt und angesagt, etwa „zwei Siebenen".
  2. Zweifeln. Jede andere Person darf die Ansage anzweifeln, bevor die nächste ablegt. Der Ausruf lautet in vielen Runden schlicht „Aufdecken".
  3. Aufdecken. Die zuletzt gelegten Karten werden umgedreht. War die Ansage falsch, nimmt die ablegende Person den kompletten Stapel auf. War sie richtig, nimmt die zweifelnde Person ihn auf.
  4. Weiterspielen. Ohne Zweifel geht es einfach mit dem nächsten Wert weiter.
  5. Runde beenden. Wer alle Karten los ist, hat gewonnen. Wird die letzte Ablage angezweifelt und war sie falsch, nimmt die Person den Stapel auf und spielt weiter.

Der Stapel ist die eigentliche Strafe. Er wächst mit jeder Ablage, und wer ihn spät aufnimmt, hält mehr Karten als am Anfang.

3. Wann sich Zweifeln rechnet

LageZweifeln?Grund
Vier Karten desselben Wertes angesagtjaes gibt nur vier im Blatt, oft liegt eine schon unten
Man hält selbst zwei des angesagten Wertesjahöchstens zwei können echt sein
Der Stapel ist gerade großvorsichtigein Fehlgriff kostet den ganzen Stapel
Die Person hat nur noch eine Kartejadie letzte Karte passt selten wirklich

Das Mitzählen ist damit wichtiger als das Pokerface: wer die eigenen Karten kennt, weiß, wie viele eines Wertes überhaupt noch möglich sind. Vier angesagte Damen sind unmöglich, wenn man selbst eine hält.

4. Verbreitete Varianten

Freie Werte. Statt der festen Reihenfolge darf jede Person den Wert selbst wählen, der nächste muss denselben oder den nächsthöheren ansagen. Das erhöht den Anteil ehrlicher Ablagen.

Ohne Aufdeckpflicht. Wird nicht gezweifelt, bleibt der Stapel liegen und niemand erfährt, was darunter lag. Erst am Rundenende wird durchgesehen, was für Heiterkeit sorgt, aber die Taktik schwächt.

Mit zwei Blättern. Ab etwa sechs Personen werden zwei Blätter zusammengelegt. Dann sind acht Karten je Wert im Spiel, und die Rechnung, wie viele echt sein können, wird deutlich schwerer.

5. Drei Dinge, die den Unterschied machen

Früh ehrlich, spät mogeln. Solange der Stapel klein ist, kostet ein Aufdecken kaum etwas. Die Lügen gehören in die Phase, in der niemand mehr zweifeln will.

Eine Karte zurückhalten. Wer bis zum Schluss eine echte Karte des kommenden Wertes behält, kann die letzte Ablage sauber spielen, und genau die wird am häufigsten angezweifelt.

Nicht die Menge übertreiben. Drei oder vier Karten auf einmal sind verdächtig. Zwei Karten sind unauffällig und bringen die Hand fast genauso schnell nach unten.

6. Die häufigsten Regelfehler

Nach der nächsten Ablage noch zweifeln. Gezweifelt wird nur an der letzten Ablage, und nur bevor die nächste Person gelegt hat.

Nur die falschen Karten aufnehmen. Wer erwischt wird, nimmt den ganzen Stapel, nicht die zuletzt gelegten Karten.

Die Reihenfolge überspringen. Angesagt wird der Wert, der in der Reihe an der Reihe ist. Wer springt, hat schon verloren, bevor gezweifelt wird.

Karten offen ablegen. Verdeckt ist der Sinn des Spiels. Offene Karten machen aus Mogeln ein gewöhnliches Ablegespiel.

7. Häufige Fragen

Wie viele Karten braucht man für Mogeln?

Ein französisches Blatt mit 52 Karten, komplett ausgeteilt. Bei mehr als fünf Personen werden zwei Blätter zusammengelegt.

Wie viele Personen können mitspielen?

Drei bis acht. Zu zweit funktioniert es kaum, weil jede Ansage sofort überprüfbar ist und der Zweifel keine Streuung hat.

Was passiert, wenn man beim Mogeln erwischt wird?

Die erwischte Person nimmt den kompletten Ablagestapel auf die Hand. Lag die zweifelnde Person falsch, nimmt sie ihn stattdessen selbst.

Darf man mehrere Karten gleichzeitig ablegen?

Ja, üblich sind bis zu vier. Vier Karten desselben Wertes sind allerdings die auffälligste Ansage im Spiel, weil es nur vier davon gibt.

Ist Mogeln dasselbe wie Schummellieschen?

Ja, das sind zwei Namen für dasselbe Spiel. Verbreitet ist auch einfach Schummeln, im englischen Sprachraum Cheat.

Kartenspiel Mogeln Schummeln