Arschloch – das fiese Kartenspiel

Das Kartenspiel Arschloch

Das Kartenspiel Arschloch hat es in jüngster Zeit geschafft, ganz oben auf die Beliebtheitsliste der Kartenspiele zu rutschen. Dabei ist das Reglement zwar leicht umzusetzen, es kann sich jedoch an jedem Spieltisch etwas unterschiedlich gestalten. Da kann sich auch der Name ändern zu Bettler, Neger oder auch schlicht Karrierepoker. Einst in Kellern und an Familientischen gespielt, gibt es Arschloch inzwischen auch als kommerzielle Spielvariante online und offline. Hier hört es dann auf Namen wie Der große Dalmuti oder auch Hollywood-Poker. Zum Spiel lässt sich jedes Blatt verwenden. Am beliebtesten ist das französische Blatt mit seinen 52 Karten. Wer das Arschloch ist, ist hier schnell erklärt: Natürlich der Verlierer, wer sonst?

Der Spielablauf beim Arschloch

Zunächst werden alle Karten gemischt und unter die Mitspieler verteilt. Nun geht es reihum Jeder darf eine Karte auslegen. Der nächste Spieler muss dann eine Karte eines höheren Werts ausspielen. Hat er keine passende Karte auf der Hand, darf er passen. Möglich ist es auch, eine Zahlenfolge gleicher Werte auszulegen.

Derjenige der den höchsten Wert gelegt und damit die anderen ausgestochen hat, der gewinnt den Stich und darf die nächste Runde beginnen. Das Ziel ist es, alle Karten auf der Hand vor den Mitspielern auszuspielen. Wer das schafft, der bekommt das Amt des Königs.

Der zweite Gewinner wird Vizekönig, dann nimmt die Hierarchie ab, bis schließlich zum letzten Spieler, dem Arschloch. Das darf sich dann zumindest auf das nächste Spiel freuen, denn dann darf das Arschloch beginnen auszulegen und hat so hoffentlich gute Chancen, nicht wieder zu verlieren und kann damit den ungeliebten Titel an einen anderen Mitspieler abzugeben.

Wer ist der beste Drücker?

Die Hauptaufgabe für das Arschloch ist im nächsten Spiel das Drücken. Dabei müssen alle Spieler mit den niedrigsten Ämter die höchsten Karten an all jene Spieler verteilen, die höhere Ämter bekleiden. Im Gegenzug erhalten diese die niedrigsten Karten. Das Arschloch muss also die höchsten Karten ebenfalls abgeben und erhält im Gegenzug dafür niedrige Karten zurück. Eine Spielrunde endet, sobald der vorletzte Spieler alle Karten auf der Hand losgeworden ist. Damit sind alle Ämter verteilt und eine Rangfolge festgelegt. Steht der Verlierer, also das Arschloch fest, muss dieser die Karten mischen und das Spiel beginnt von vorn.

Arschloch – Kartenspiel in vielen Variationen

Wie bei jedem anderen Kartenspiel auch, so gibt es im Arschloch viele Variationen. Je nach Region und Spielrunde die sich zusammen findet, gibt es sehr unterschiedliche Auslegungen des Kartenspiels. So kann es zu Beispiel sein, dass der letzte Spieler ein Ass liegen muss. Ganz gleich, wie der vorherige Spielverlauf war, mutiert dieser Spieler automatisch zum Arschloch.

Speziell für eine ungerade Anzahl an Spielern gibt es ebenfalls viele Möglichkeiten, die Ämter zu bekleiden und das Spiel aufzulösen. So dürfen manche Spieler die übrig gebliebenen Karten einfach aufnehmen und ihrerseits drücken. Sie werden damit zu Kaufmännern, Bürgern oder Bauern. Sind sechs Spieler an einer Spielrunde beteiligt, so kann es auch Vize-Bauern oder Kaufmänner geben. Es empfiehlt sich, vor dem Start mit neuen Spielern die genauen Regeln abzusprechen, damit am Ende keiner versehentlich ein Arschloch wird.